Montag, 23. Februar 2009

Wichtiger Schritt zur Versöhnung in Kambodscha

Von Bernd Musch-Borowska, ARD-Hörfunkstudio Südostasien

Es hat lange gedauert, bis der erste Prozess gegen einen der Anführer der Roten Khmer in Kambodscha beginnen konnte. Und angesichts der schwierigen politischen Rahmenbedingungen, der jahrzehntelangen Verhinderungs- und Verzögerungsversuche einer historischen, und strafrechtlichen Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels der Geschichte Kambodschas ist es fast ein Wunder, dass es überhaupt dazu gekommen ist.

Die Verbrechen gegen die Menschlichkeit, unter denen das kambodschanische Volk in der zweiten Hälfte der 70er-Jahre zu leiden hatte, sind unvorstellbar. Willkürliche Hinrichtungen von Intellektuellen, die Ermordung von vermeintlichen Gegnern des Systems und eine menschenverachtende Zerstörung aller sozialen und menschlichen Bindungen waren Bestandteile eines kaum nachvollziehbaren Konzeptes der Roten Khmer für einen utopischen Bauernstaat.

Schätzungsweise zwei Millionen Menschen sind zwischen 1975 und 1979 in Kambodscha ums Leben gekommen - durch Gewalt, Zwangsarbeit und Unterernährung. Familien wurden auseinandergerissen, Kinder von ihren Eltern getrennt, weil die Partei die einzige Familie sein sollte. Die soziale Grundlage der Gesellschaft wurde aufgelöst.
Das Trauma der Vergangenheit

Und lange Zeit konnten die einstigen Anführer der Roten Khmer unbehelligt und frei in Kambodscha ihr Leben führen, während das gesamte Volk bis heute unter dem Trauma der Vergangenheit zu leiden hat. Denn es gibt kaum eine Familie, die nicht direkt oder indirekt betroffen war.

Selbst die später Geborenen spüren die Auswirkungen der Schreckensherrschaft der Roten Khmer bis heute: Weil ihre Eltern psychisch gebrochen sind oder weil durch die Roten Khmer das kollektive Wissen des ganzen Volkes zerstört wurde - durch die Ermordung einer ganzen Generation von Intellektuellen, worunter das Land bis heute leidet und auch 30 Jahre nach dem Ende der Schreckensherrschaft der Steinzeit-Kommunisten nicht auf die Beine gekommen ist.
Wenig Hoffnung auf gerechte Strafe ...

Viel Hoffnung auf eine gerechte Strafe für die Hauptangeklagten darf man sich nicht machen. Nicht nur, weil die meisten alt und krank sind und selbst das Ende des Prozesses möglicherweise gar nicht erleben werden, ganz zu schweigen von einer möglichen Haftstrafe.

Die komplizierte und einzigartige Zusammensetzung des Tribunals aus internationalen und kambodschanischen Richtern, mit dem kambodschanischen Recht als Prozessgrundlage und nicht zuletzt die unterschiedlichen juristischen Auffassungen und Verständigungsschwierigkeiten zwischen den beteiligten Juristen sorgen für einen mühsamen und langwierigen Prozess, dessen Ende nicht abzusehen ist. Die Staranwälte, die die Verteidigung der einstigen Rote-Khmer-Führer übernommen haben, werden ihrerseits tief in die juristische Trickkiste greifen, um eine Verurteilung der Angeklagten zu verhindern.
... trotzdem ein wichtiger Prozess

Dennoch ist der Beginn des Prozesses selbst ein wichtiger Schritt für eine gesellschaftliche Versöhnung in Kambodscha. Für die Alten ist er eine Art Genugtuung, dass diejenigen, die für ihr Leiden verantwortlich waren, doch noch zur Rechenschaft gezogen werden. Für die Jugend ist der Prozess ein deutliches Zeichen dafür, dass kein Verbrechen ungesühnt bleibt, was im heutigen Kambodscha keine Selbstverständlichkeit ist.

Und für die einstigen Täter bedeutet der Prozess einen Gesichtsverlust, was in Kambodscha, wie in vielen anderen buddhistisch geprägten Ländern in Südostasien, schon eine Strafe an sich ist, auch wenn es am Ende nicht zu einer Verurteilung kommen sollte.

Schonfrist für den Folterer der Roten Khmer

Nach zwei Verhandlungstagen wird der Prozess gegen den Direktor eines kambodschanischen Foltergefängnisses im März fortgesetzt. Ihm droht lebenslange Haft.

Der 66-jährige Angeklagte Kaing Guek Eav alias Duch wird beschuldigt, persönlich für mindestens 12 380 Todesurteile verantwortlich zu sein. Er war unter dem Regime der Roten Khmer in Kambodscha zwischen 1975 und 1979 Leiter des Foltergefängnisses Tuol Sleng, berüchtigt als „S 21“. Duch ist unter anderem wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt.

Dass der Prozess vertagt wird, gab das Völkermord-Tribunal in Kambodscha am Mittwoch bekannt. Dann wird die erste öffentliche Vernehmung des Angeklagten erwartet. Der Verteidiger hat schon angekündigt, dass sein reuiger Mandant aussagen wolle. Die Höchststrafe – lebenslang – gilt Prozessbeobachtern schon jetzt als sicher.

Das Regime der Roten Khmer fiel nach drei Jahren, acht Monaten und 20 Tagen im Januar 1979. Duch versteckte sich 20 Jahre und stellte sich, nachdem Journalisten ihn aufgespürt hatten. Angeklagt sind auch vier betagte Vertreter der damaligen Führungsriege. Der Prozess gegen sie beginnt erst im nächsten Jahr.

An Gitter gekettete Leichen

Die Verhandlung war auch am zweiten Tag mit juristischen Anträgen und Justizjargon für Beobachter verwirrend. „Ich habe jetzt zwei Tage zugehört, aber ich verstehe das Prozedere nicht“, sagte Vann Nath, den Duch in Tuol Sleng nur überleben ließ, weil er schöne Ölbilder von Regimechef Pol Pot malen konnte. „Aber wir haben jetzt so lange gewartet, dass wir auch weiter warten und zusehen können, bis der Gerechtigkeit genüge getan ist.“

Ankläger und Anwälte debattierten vor den Richtern teils hitzig über die Zulassung eines sieben Minuten langen Schwarz-Weiß-Films, den vietnamesische Soldaten kurz nach der Befreiung von Tuol Sleng gedreht hatten. Darauf waren noch an Gitter gekettete Leichen zu sehen, und Kinder, die sich verstört unter einem Haufen Lumpen versteckt hatten. Das Material war erst vor kurzem aufgetaucht.

Gräueltaten 30 Jahre ungesühnt

Die Verteidiger legten Einspruch gegen den Film als Beweisstück ein. Duchs Anwalt stellte die Echtheit des Materials infrage und sagte, der Antrag auf Zulassung als Beweismaterial sei „politisch motiviert“. „Man kann seine Schuld eingestehen so viel man will, aber trotzdem muss das Gericht die Schuld beweisen,“ erwiderte der Staatsanwalt verärgert. „Das geht nur, wenn alles Beweismaterial präsentiert wird.“


Der Prozess ist der Auftakt für mehrere geplante Verfahren. Gegen weitere vier Mitglieder aus dem Regime des „Bruder Nummer Eins“ genannten Pol Pot wird Anklage erhoben . Pol Pot starb 1998. Die Gräueltaten der Roten Khmer blieben 30 Jahre ungesühnt.

Dienstag, 17. Februar 2009

Ein wichtiger Schritt für Kambodscha

Dreißig Jahre nach dem Ende der Schreckensherrschaft der Roten Khmer in Kambodscha müssen sich nun die Verantwortlichen vor einem eigens einberufenen Tribunal verantworten.



Wenn unter einem Gewaltregime Millionen von Menschen umkommen, müssen Verantwortliche bestraft werden. Was sich selbstverständlich anhört, geschieht selten. Hitler entzog sich, immerhin gab es die Nürnberger Prozesse. Mao, Stalin, Suharto und ihre Gefolgschaften wurden nie belangt. Man erwies den Despoten Ehre. Pol Pot kam nie vor ein ordentliches Gericht. Er starb zu Hause, wohl nach einem Herzinfarkt. Immerhin gibt es jetzt das Rote Khmer Tribunal.

In Kambodscha geht es um Verbrechen, die zu den schlimmsten des 20. Jahrhundert zählen. Es geht um bis zu zwei Millionen Tote. Nichts und niemand kann den Todesopfern, den Folteropfern und den zerrissenen Familien Gerechtigkeit bringen. Aber wenigstens beendeten Tribunal-Festnahmen einen unerträglichen Zustand: 28 Jahre lang lebten selbst die ranghöchsten Roten Khmer unbehelligt in Freiheit. Nun sind sie da, wo sie hingehören, im Gefängnis.

Vergangenheitsbewältigung: ein schwieriges Kapitel in Asien

Ruanda, Sierra Leone, Jugoslawien, Kambodscha - immer öfter wird versucht, Unrecht aufzuarbeiten. Bei aller Unvollständigkeit, bei allen Mängeln und Kosten - die Verfahren müssen sein. Wer Kriegsverbrechen ungesühnt lässt, erleichtert neue. Dass die Kambodscha-Prozesse, konkrete Vorbereitungen laufen seit zweieinhalb Jahren, im eigenen Land stattfinden, ist mutig. Bislang ging das Wühlen in der finsteren Historie gut, alte Konflikte brachen nicht wieder auf, es ist friedlich. Das Rote Khmer Tribunal ist nicht perfekt. Es kommt spät. Vier Beschuldigte sind um die 80 Jahre alt, sie könnten in Kürze sterben oder unzurechnungsfähig werden. Kambodscha und die UN räumen ein, dass stärkere Anti-Korruptionsmaßnahmen nötig sind. An dem teuren Tribunal, 105 Millionen US-Dollar sind bis Ende des Jahres veranschlagt, wird Geld nicht transparent ausgegeben. Die kambodschanische Chefanklägerin blockiert die Forderung ihres UN-Kollegen, weitere Rote Khmer festzunehmen. Insgesamt dürften Tausende oder Zehntausende Mörder der Roten Khmer frei herum laufen. Das wird so bleiben.

Über Beschränkungen und Mängel muss man sprechen. Doch dabei darf nicht in den Hintergrund treten, dass das Tribunal viel Gutes bewirkt. Den Kambodschanern ist die Zahl der Anklagen nicht so wichtig. Viel wichtiger ist ihnen Symbolik. Endlich soll, und sei es nur in wenigen Fällen, Verantwortung bewiesen und, noch besser, eingestanden werden. Beides ist zu erwarten. Gut ist auch, dass die Rote-Khmer-Zeit durch das Tribunal kein Tabuthema mehr ist. Der neueste Schullehrplan schließt die Schreckensherrschaft mit ein. Immer mehr Menschen sprechen immer offener miteinander. Auch einige Täter äußern sich. Sie wissen um ihre Schuld und sehen sich gleichzeitig als Opfer, als Geiseln eines Regimes, dem niemand entkommen konnte. Dialog könnte einer traumatisierten Gesellschaft einen Weg zu Versöhnung ebnen. Dieses Ziel und das Ende absoluter Straffreiheit sind wichtiger als perfekte Gerichtsverfahren.

Dienstag, 10. Februar 2009

Neue Flugverbindungen für Myanmar-Reisen

Eine neue, attraktive Anreisemöglichkeit nach Myanmar bietet der Asienspezialist MYANMAR-REISEN an: Statt der bisher bekannten Flüge über Bangkok geht es mit China Airlines über Taiwan in das Land der Pagoden. Dafür ist das Hin- und Rückflugticket von Frankfurt nach Yangon bereits ab 749 Euro (inkl. Steuern und Zuschlägen) zu buchen. Die neue Verbindung bietet sich besonders für Touristen an, die ihre Reise mit einer Visite der modernen taiwanesischen Hauptstadt Taipeh ergänzen wollen.

Die Strecke zwischen Frankfurt und Yangon wird fünf Mal pro Woche über Taipeh bedient. Auf der Langstrecke kommen komfortable Jumbo-Jets zum Einsatz, die Strecke von Taipeh nach Yangon wird mit modernen Maschinen des Typs Embraer E90 bedient. Die bereits 1959 gegründete Fluggesellschaft China Airlines verfügt über eine umfangreiche Luftflotte aus modernen Maschinen, deren Durchschnittsalter nur sechs Jahre beträgt. Weiterhin buchbar bleiben zudem die bewährten Verbindungen über Bangkok.

Über Jahrzehnte hinter dem “Bambusvorhang” verborgen, gilt Myanmar als das ursprünglichste Reiseland Südostasiens. Weit ab von modernen Großstädten, westlicher Alltagshektik und pulsierendem Massentourismus wird das ehemalige Burma geprägt von einer Jahrtausende alten Zivilisation, buddhistischen Kultur, traditionellen Lebensweise und einer einzigartigen Gastfreundschaft. Gespickt mit geheimnisvollen Monumenten, Mythen und Magie verspricht jede Reiseroute eine Fülle von spannenden, exotischen Erlebnissen, Eindrücken und Erkenntnissen.

Als Spezialist für das ehemalige Burma kann MYANMAR-REISEN mit einem reichhaltigen Angebot an erlebnisreichen Rundreisen, verlockenden Reisebausteinen wie Fluss-Kreuzfahrten oder Fahrradreisen sowie über 120 sorgfältig ausgewählten Hotels aufwarten. Zudem repräsentiert das Hamburger Unternehmen in Deutschland die landesweit wichtigsten Fluggesellschaften - wie Myanmar Airways International (MAI), Air Mandalay, Air Bagan und Yangon Airways.

MYANMAR-REISEN ist eine Schwestermarke von ANTARES ASIEN-REISEN. Beide Vertriebsmarken gehören zur Hamburger Antares International GmbH Travel & Trading. Sie vermitteln Qualitätsprogramme für Urlaubs- und Geschäftsreisen nach Myanmar, Laos, Kambodscha, Vietnam oder Thailand und setzen dabei auf eigene Büros bzw. sorgfältig ausgewählte Partneragenturen vor Ort. Kontakt für Endverbraucher & Reisebüros: Telefon 0800-6926627 (kostenlose Hotline innerhalb Deutschlands) bzw. +49-(0)40-35715667 (aus dem Ausland), Fax +49-(0)40-35 23 99, Internet www.antares-asien-reisen.de. (Myanmar-Reisen)

Dienstag, 27. Januar 2009

Graham Hancock - Quest for the Lost Civilization




























Kambodscha: Blitztod auf dem Feld, Angst vor übernatürlichen Käften

95 Kambodschanern wurden vergangenes Jahr durch Blitzschlag getötet – so viele wie nie zuvor. Viele Menschen sehen übernatürliche Kräfte am Werk – und der Volksglaube kennt mehrere Rituale, die die Opfer wieder ins Leben zurückholen sollen.




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Viele Menschen fürchten sich vor dem Blitztod auf dem Reisfeld. Foto: afp/Sothy
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Es nieselte, als Pang Nop mit seinem Fahrrad nach Hause fuhr. Er hielt kurz an, um Kiesel für seine Steinschleuder zu sammeln, dann traf ihn der Blitz und zeichnete einen großen Fleck auf seinen Nacken. Der Junge fiel zu Boden - tot. „Plötzlich sahen wir ihn da liegen“, erzählt der Onkel des 14-Jährigen, Uy Saroeurn, der gerade auf einem nahegelegen Reisfeld arbeitete.

Pang Nop ist einer von 95 Kambodschanern, die vergangenes Jahr durch Blitzschlag getötet wurden - so viele Blitztote wie nie zuvor. 2007 waren 45 Menschen in dem südostasiatischen Land vom Blitz erschlagen worden. „Die meisten Toten waren Bauern, die während eines Gewitters weiter auf ihren Reisfeldern arbeiteten oder ihre Herden hüteten“, sagt der Wetterexperte Long Saravuth vom kambodschanischen Ministerium für Wasser und Meteorologe. „Diese Leute sollten besonders auf der Hut sein, aber sie suchen sich keinen Unterstand, wenn es regnet.“

In dem tropischen Land mit seinen vielen Flüssen und Seen bilden sich besonders häufig spezielle Wolkenformationen, die zu heftigen Gewittern mit Blitzen führen, wie Long Saravuth erklärt. Oft schweben diese dicken Wolken nur 50 Meter über der Erde.

Als sich die letzte Regenzeit ihrem Ende näherte, berichteten die Lokalzeitungen fast täglich von neuen Blitzopfern: Bauern, Fischer und auch Fußballer wurden getroffen. Viele Kambodschaner betrachten die Toten nicht als Opfer eines Wetterphänomens, sondern sehen übernatürliche Kräfte am Werk. „Noch nie zuvor hat es so viele Blitze gegeben wie im vergangenen Jahr. Ich habe Angst, dass ich das nächste Opfer sein könnte“, sagt Cheng Chenda, eine Hausfrau aus Phnom Penh. „Aber ich glaube, wenn wir Gutes tun, können wir verhindern, dass uns der Blitz trifft.“

Miech Ponn beschäftigt sich im Buddhistischen Institut der Hauptstadt mit Sitten und Gebräuchen. Viele Kambodschaner glaubten, dass Menschen mit Muttermalen auf den Waden oder jene, die Versprechen gebrochen haben, besonders vom Blitzschlag gefährdet seien, erklärt er. Der Volksglaube kennt mehrere Rituale, die die Opfer wieder ins Leben zurückholen sollen.

„Um jemanden wiederzubeleben, verhüllen Dorfbewohner den Körper des Opfers mit weißem Stoff oder springen drei Mal darüber. Oder sie legen den Getroffenen in ein Bett, unter dem sie ein Feuer entzünden“, sagt Miech Ponn und ist selbst überzeugt davon, dass diese Rituale wirken können. Auch Pang Nops Mutter wickelte den leblosen Körper ihres Sohnes in ein weißes Tuch, in der Hoffnung, ihn ins Leben zurückholen zu können, vergeblich.

Der oberste Astrologe des kambodschanischen Königshauses, Kang Ken, hatte vorausgesagt, dass 2008 viele Menschen durch Blitze sterben würden. „Grund für die gestiegene Zahl von Blitztoten ist die Zerstörung der Natur und die religiöse Prophezeiung, dass es ein Jahr des Unglücks werden sollte“, sagt Miech Ponn.

Wissenschaftler liefern eine etwas andere Erklärung: In den vergangenen zwei Jahren sei die Regenzeit von Mai bis November aufgrund des Klimawandels besonders stark ausgefallen, sagt der Meteorologe Long Saravuth. „Naturphänomene wie Blitzschlag kann man weder vorhersagen noch kontrollieren.“

Anthony Del Genio von der US- Raumfahrtbehörde NASA widerspricht: Schuld an den vielen Blitztoten sei nicht der Klimawandel, für eine solche Aussage sei der Zeitraum zu kurz. Vielmehr habe das sehr heiße und trockene Wetter zu Beginn des vergangenen Jahres die Voraussetzungen für die Blitzgewitter geschaffen.

2009 rechnen die Kambodschaner mit einem Jahr des Glücks. Wenn das Wetter mitspielt, könnten sie Recht behalten.